Die zwei Türme – Howard Shore

Howard Shore hat für den Soundtrack zum ersten Teil der Trilogie bereits einen Oscar erhalten. Der grandiose Score hat einen grossen Teil der Stimmung des Films erzeugt und auch bei dem zweiten Teil hat Shore wieder sein ganzes Können gezeigt. Während der fast 74 Minuten schlägt er den Bogen von leisen, lyrischen zu lauten, pompösen Passagen. Dabei hält sich der Soundtrack an die Vorlage und beinhaltet zwei Geschichtsstränge:
Einerseits die düstere und fast aussichtslose Reise von Frodo und Sam durch das dunkle Land, auf der anderen Seite der heldenhafte Freiheitskampf der restlichen Gefährten in den Weiten von Mittelerde. Im Soundtrack zum zweiten Teil sind diesmal fünf Songs enthalten. Dabei fallen besonders das traurige „Evenstar“, interpretiert von Sopranistin Isabel Bayradkarian, und „Gollum’s Song“, von Emiliana Torrini, auf.

1.Foundations Of Stone
2.The Taming Of Smeagol
3.The Riders Of Rohan
4.The Passage Of The Marshes
5.The Uruk-hai
6.The King Of The Golden Hall
7.The Black Gate Is Closed
8.Evenstar (Isabel Bayradkarian)
9.The White Rider
10.Treebeard
11.Leave Taking
12.Helm’s Deep
13.The Forbidden Pool
14.Breath Of Life (Sheila Chandra)
15.Isengard Unleashed (Ben Del Maestro & Elizabeth Fraser)
16.The Hornburg
17.Forth Eorlingas (Ben Del Maestro)
18.Samwise The Brave
19.Gollum’s Song (Emiliana Torrini)

Der Herr der Ringe [1978]

„Der tapfere, kleine Hobbit Frodo bekommt vom Zauberer Gandalf einen Auftrag, bei dem das Schicksal seiner zauberhaften Heimat „Mittelerde“ auf dem Spiel steht: Im Land des Dunklen Herrschers Sauron soll er einen sagenumwobenen Zauberring ins Feuer des Schicksalsberges werfen. Denn Sauron hat es auf den Ring, mit dem er die ganze Welt kontrollieren kann, abgesehen. Sollte er den Ringe bekommen bevor Frodo ihn zerstören kann, so wird er nicht nur das „Schattenreich“, sondern ganz „Mittelerde“ mit seiner bösen Herrschaft überziehen…

Zwerge und Zauberer, Fabelwesen und fantastische Märchenwelten – Millionen waren fasziniert von den Geschichten des legendären J.R.R. Tolkien, denen Regisseur Bakshi mit seinem bildgewaltigen Zeichentrickabenteuer ein filmisches Denkmal setzte.

Bakshi war der erste, der die Verfilmung des Stoffes von Tolkien versuchte. Er erntete dabei vorallem viel Kritik von eingefleischten Herr der Ringe Fans. Zuviele Details wurden ausgelassen und die Vermischung von Real- und Animationsmaterial fand nicht überall zustimmung.

Schade ist, dass Bakshi leider nur die Mittel für die Verfilmung von einem Drittel des Romans hatte. Der wirtschaftliche Erfolg blieb leider gänzlich aus. Dies lag nichtzuletzt an der Konkurrenz an den Kinokassen, schliesslich hatte Star Wars vor kurzer Zeit einen wahren Science Fiction Wahn ausgelöst und Fantasy wurde recht kleingeschrieben.

Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass die Darstellung der Charakter grösstenteils gelungen ist. Wer die Bücher vorher gelesen hat wird wohl die meisten Protagonisten sofort wiedererkannt haben.