Harry Potter

Harry Potter ist ein Phänomen. Keiner hat dieses Buch gelesen, aber trotzdem führen die Potter-Bücher alle Hitlisten an. Fragt man jemanden ob er das Potter-Fieber hat, dann schüttelt dieser schnell den Kopf und schaut sich verängstigt um. Sobald man sich selbst als Potter-Fan geoutet hat, fällt dem anderen ein Stein vom Herzen und stolz erzählt er von seiner Nacht vor der Bahnhofsbuchhandlung um eines der ersten Exemplare der neuen Ausgabe zu bekommen. Selbst der Altmeister Stephen King schrieb über Harry Potter:“ Harry Potter IV ist der beste Roman der Welt, zumindest solange bis Harry Potter V erschienen ist.“

Was ist aber dran an diesem kleinen Zauberer? Die Autorin J. K. Rowling sagte einmal: „Für Kinder muss man schreiben wie für Erwachsene, nur besser.“ Und nach der ersten Seite der Potter-Reihe weiss jeder was sie meint. Jeder fühlt mit dem armen Harry mit und freut sich genauso über seine kleinen Erfolge. Auch alle anderen Charakter sind gut beschrieben und man bangt jede Seite mit den Protagonisten. Dabei ist nicht jedes Kapitel unbedingt für Kinder geeignet. So manche dunkle Szene kann selbst einem Erwachsenen den Schauer über den Rücken laufen lassen. Das es kein reines Kinderbuch ist verraten auch die vielen Todesfälle in dem Buch.
Ist Harry Potter Fantasy- oder Kinderliteratur? Es geht um Zauberer, verwunschene Orte, Drachen und dem Kampf zwischen Gut und Böse. Potter ist für Jung und Alt der perfekte Einstieg in das Fantasy-Genre. Es spielt nun man zufällig in der Gegenwart und auf einem Internat. Aber vielleicht ist das genau das Grund, weshalb alle Harry Potter lieben. Und wer noch nichts davon gelesen hat, der sollte ganz schnell anfangen. Weihnachten 2001 kommt der erste Film dazu aus Hollywood.

Seit dem Tod seiner Eltern lebt Harry bei seinen Pflegeeltern den Dursleys. Bei seinem Onkel und seiner Tante war er von Anfang an nicht willkommen gewesen, denn die Dursleys wollten nie etwas mit den Potters zu tun haben. Das Thema Potter war in der Familie ein Tabuthema. Irgendetwas unterschied die Potters von „normalen“ Leuten. Auch mit Harry stimmte anscheinend irgendetwas nicht. Seltsame Dinge geschehen in seiner Gegenwart. An seinem elften Geburtstag scheinen sich die Rätsel seiner Herkunft zu lüften, doch sein altes Weltbild zerbricht dabei völlig. Harry Eltern waren Zauberer. Sehr gute und berühmte sogar. In die Geschichte der Zauberer gingen sie allerdings erst mit Ihrem Tod ein. Der mächtige und finstere Zauberer Voldemort fand das Versteck der Potters und tötete sie. Er schickte sein tödliche Blitze auch auf den einjährigen Harry, doch der Blitz prallte an seiner Stirn ab und schlug gegen den Mörder zurück. Lord Voldemort war geschlagen und wurde nicht mehr gesehen. Sehen konnte man allerdings die Narbe auf der Stirn von Harry und jedes Kind aus der Zaubererwelt kannte schon bald die legendäre Geschichte von Harry und Lord Voldemort.

An dem besagten elften Geburtstag bekommt Harry die Einladung auf das Internat Hogwarts zu gehen. Dort gehen alle Zaubererkinder ab dem elften Lebensjahr zur Schule und lernen die wirklich wichtigen Dinge. Harry lernt langsam die verborgene Welt der Zauberer und viele neue Freunde kennen…

Elfquest – Abenteuer in der Elfenwelt

Sehr viele haben bereits zwischen 1984 und 1992 Kontakt mit den Protagonisten der Reihe Elfquest gehabt. Damals wurde die Serie vom Bastei Verlag für den Kioskvertrieb aufbereitet. Zur Zeit gibt es die komplette Serie in einer Ausgabe vom Carlsen Verlag. Diese Ausgabe wurde völlig neu übersetzt. Der Preis hat sich im Vergleich zu der Bastei-Ausgabe vervierfacht, jedoch ist das Heft nun in einen stabilen Umschlag gebunden und viele vom Basteiverlag unterschlagene Seiten sind nachträglich aufgenommen worden. In manchen Bänden finden sich als Bonus besondere Zeichnungen als Anlage.

Die gezeichneten Figuren selber werden im ersten Moment für „Fantasy-Experten“ befremdlich sein. Die Elfen des Wolfreiterstamms wirken sehr kindlich und haben auf den ersten Blick nichts mit Tolkien’s Elben gemeinsam. In der Mitte der Serie wird dafür jedoch eine mehr als glaubhafte Erklärung gefunden und das Elfen/Elben-Klischee wird zufriedenstellend bedient. Die Zeichnungen als ganzes sind sehr sauber und detailverliebt erstellt worden. Manche Bilder füllen ganze Seiten und sind als kleine Kunstwerke zu betrachten. Leider waren gerade diese oft in der Bastei-Ausgabe aus Kostengründen entfernt worden.

Alles in alle ist die Serie Abenteuer in der Elfenwelt eine durchdachte und spannende Comic-Serie. Die Serie begann vor 20 Jahren, doch die Geschichte nimmt immer einen logischen Weg. Mit den verschiedenen Protagonisten kann man sich gut identifizieren und der Leser leidet oft mit. Der einzige Kritikpunkt ist für die Redaktion von Elendil der konstante Preis. Dieser ist bei Seitenanzahldifferenzen von bis zu 20 Seiten nicht zu vertreten. Ansonsten sollte jeder diese Serie einmal zur Probe gelesen haben.

Der Herr der Ringe [1978]

„Der tapfere, kleine Hobbit Frodo bekommt vom Zauberer Gandalf einen Auftrag, bei dem das Schicksal seiner zauberhaften Heimat „Mittelerde“ auf dem Spiel steht: Im Land des Dunklen Herrschers Sauron soll er einen sagenumwobenen Zauberring ins Feuer des Schicksalsberges werfen. Denn Sauron hat es auf den Ring, mit dem er die ganze Welt kontrollieren kann, abgesehen. Sollte er den Ringe bekommen bevor Frodo ihn zerstören kann, so wird er nicht nur das „Schattenreich“, sondern ganz „Mittelerde“ mit seiner bösen Herrschaft überziehen…

Zwerge und Zauberer, Fabelwesen und fantastische Märchenwelten – Millionen waren fasziniert von den Geschichten des legendären J.R.R. Tolkien, denen Regisseur Bakshi mit seinem bildgewaltigen Zeichentrickabenteuer ein filmisches Denkmal setzte.

Bakshi war der erste, der die Verfilmung des Stoffes von Tolkien versuchte. Er erntete dabei vorallem viel Kritik von eingefleischten Herr der Ringe Fans. Zuviele Details wurden ausgelassen und die Vermischung von Real- und Animationsmaterial fand nicht überall zustimmung.

Schade ist, dass Bakshi leider nur die Mittel für die Verfilmung von einem Drittel des Romans hatte. Der wirtschaftliche Erfolg blieb leider gänzlich aus. Dies lag nichtzuletzt an der Konkurrenz an den Kinokassen, schliesslich hatte Star Wars vor kurzer Zeit einen wahren Science Fiction Wahn ausgelöst und Fantasy wurde recht kleingeschrieben.

Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass die Darstellung der Charakter grösstenteils gelungen ist. Wer die Bücher vorher gelesen hat wird wohl die meisten Protagonisten sofort wiedererkannt haben.