Elfquest – Abenteuer in der Elfenwelt

Sehr viele haben bereits zwischen 1984 und 1992 Kontakt mit den Protagonisten der Reihe Elfquest gehabt. Damals wurde die Serie vom Bastei Verlag für den Kioskvertrieb aufbereitet. Zur Zeit gibt es die komplette Serie in einer Ausgabe vom Carlsen Verlag. Diese Ausgabe wurde völlig neu übersetzt. Der Preis hat sich im Vergleich zu der Bastei-Ausgabe vervierfacht, jedoch ist das Heft nun in einen stabilen Umschlag gebunden und viele vom Basteiverlag unterschlagene Seiten sind nachträglich aufgenommen worden. In manchen Bänden finden sich als Bonus besondere Zeichnungen als Anlage.

Die gezeichneten Figuren selber werden im ersten Moment für „Fantasy-Experten“ befremdlich sein. Die Elfen des Wolfreiterstamms wirken sehr kindlich und haben auf den ersten Blick nichts mit Tolkien’s Elben gemeinsam. In der Mitte der Serie wird dafür jedoch eine mehr als glaubhafte Erklärung gefunden und das Elfen/Elben-Klischee wird zufriedenstellend bedient. Die Zeichnungen als ganzes sind sehr sauber und detailverliebt erstellt worden. Manche Bilder füllen ganze Seiten und sind als kleine Kunstwerke zu betrachten. Leider waren gerade diese oft in der Bastei-Ausgabe aus Kostengründen entfernt worden.

Alles in alle ist die Serie Abenteuer in der Elfenwelt eine durchdachte und spannende Comic-Serie. Die Serie begann vor 20 Jahren, doch die Geschichte nimmt immer einen logischen Weg. Mit den verschiedenen Protagonisten kann man sich gut identifizieren und der Leser leidet oft mit. Der einzige Kritikpunkt ist für die Redaktion von Elendil der konstante Preis. Dieser ist bei Seitenanzahldifferenzen von bis zu 20 Seiten nicht zu vertreten. Ansonsten sollte jeder diese Serie einmal zur Probe gelesen haben.

Der Herr der Ringe [1978]

„Der tapfere, kleine Hobbit Frodo bekommt vom Zauberer Gandalf einen Auftrag, bei dem das Schicksal seiner zauberhaften Heimat „Mittelerde“ auf dem Spiel steht: Im Land des Dunklen Herrschers Sauron soll er einen sagenumwobenen Zauberring ins Feuer des Schicksalsberges werfen. Denn Sauron hat es auf den Ring, mit dem er die ganze Welt kontrollieren kann, abgesehen. Sollte er den Ringe bekommen bevor Frodo ihn zerstören kann, so wird er nicht nur das „Schattenreich“, sondern ganz „Mittelerde“ mit seiner bösen Herrschaft überziehen…

Zwerge und Zauberer, Fabelwesen und fantastische Märchenwelten – Millionen waren fasziniert von den Geschichten des legendären J.R.R. Tolkien, denen Regisseur Bakshi mit seinem bildgewaltigen Zeichentrickabenteuer ein filmisches Denkmal setzte.

Bakshi war der erste, der die Verfilmung des Stoffes von Tolkien versuchte. Er erntete dabei vorallem viel Kritik von eingefleischten Herr der Ringe Fans. Zuviele Details wurden ausgelassen und die Vermischung von Real- und Animationsmaterial fand nicht überall zustimmung.

Schade ist, dass Bakshi leider nur die Mittel für die Verfilmung von einem Drittel des Romans hatte. Der wirtschaftliche Erfolg blieb leider gänzlich aus. Dies lag nichtzuletzt an der Konkurrenz an den Kinokassen, schliesslich hatte Star Wars vor kurzer Zeit einen wahren Science Fiction Wahn ausgelöst und Fantasy wurde recht kleingeschrieben.

Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass die Darstellung der Charakter grösstenteils gelungen ist. Wer die Bücher vorher gelesen hat wird wohl die meisten Protagonisten sofort wiedererkannt haben.