Mittelerde, aus der Feder von J.R.R. Tolkien, ist heute der Inbegriff für eine stimmige und glaubhafte Fantasywelt und „Der Herr der Ringe“ ist über seine Genregrenzen hinweg bekannt und geachtet. In Umfragen rangiert das Werk regelmäßig auf den Spitzenplätzen und wird von nicht wenigen als das „Buch des Jahrhunderts“ gefeiert.
Zumindest ohne Übertreibung darf festgestellt werden, dass „Der Herr der Ringe“ ein Genre begründete, welches viele Fans und Nachahmer gefunden hat. Und noch immer müssen sich alle neuen Welten und Geschichten an Tolkiens Meisterwerk messen lassen, während das Original nach all den Jahren noch immer nichts von seinem Reiz verloren hat.
Der Akademiker Tolkien, von Haus aus Sprach- und Literaturwissenschaftler, benutzte die Welt Mittelerde als Werkzeug, um seine entwickelten Sprachen und die damit erzählten Mythen, Gedichte und Lieder zu präsentieren. Dabei bediente er sich bewusst aus Sprachen und Geschichten von germanischen, keltischen und europäischen Kulturen.
Der Leser begleitet den Hobbit Frodo Beutlin durch die Welt, dem unerwartet ein gewaltiges Relikt aus alten Zeiten zu Füssen gelegt wurde. Der Herrscherring, eine vom Bösen geschmiedete Waffe, wird von seinem Schöpfer Sauron gesucht und langsam reicht der Arm des Bösen bis in Frodos Heimat. Der Hobbit lebte bisher in seiner abgeschiedenen und friedlichen Welt und ahnt nicht im Geringsten, welche Abenteuer und Geschichten ihn außerhalb des Auenlandes erwarten. Dennoch muss er es verlassen und den Herrscherring vor Saurons Zugriff zu bewahren.
Doch es gibt keinen Ort, an dem der Ring sicher aufbewahrt werden kann! Er muss zerstört werden und dies kann nur in dem Feuer des Schicksalsberges geschehen. Neun Gefährten brechen auf, um allen Gefahren zum Trotz den Kontinent zu durchwandern und sich, entgegen jeder Hoffnung, den dunklen Armeen Saurons gegenüber finden.
Letztendlich darf man die Romantrilogie, die Tolkien selbst gerne als Gesamtwerk veröffentlicht hätte, nicht nur auf die erzählte Geschichte und die darin vorkommenden Protagonisten reduzieren, denn ständige gibt es Hinweise und Referenzen auf die fiktiven Kulturen, Völker und Helden, die vor dem „Dritten Zeitalter“ auf Mittelerde zu finden waren und überall ihre Spuren hinterlassen haben. Das Werk „Der Herr der Ringe“, und der darin beschriebene Ringkrieg, wirken als finale Episode vor dem gewaltigen Hintergrund eines wahrhaftigen Kontinents mit uralten Geschichten.
Tolkiens Werke rund um Mittelerde sind "Das Silmarillion", "Nachrichten aus Mittelerde", "Das Buch der verschollenen Geschichten", "Der kleine Hobbit" und "Der Herr der Ringe". "Das Silmarillion" erschiehn erst nach Tolkiens Tod, beschreibt aber die Schöpfungsgeschichte der Welt und ist damit handlungsmäßig am Anfang anzusiedeln. Der bekannteste Teil seines Werks "Der Herr der Ringe" bildet den Abschluß der Erzählungen. Ein Fragment für eine Fortsetzung ist vorhanden, wurde jedoch nicht mehr ausgearbeitet.
Unsere Chronik von Mittelerde erzählt in völlig unzureichender Weise, da in dieser Kürze natürlich unmöglich, die wichtigsten Ereignisse aus Tolkiens Welt. Jeder der sich nur ansatzweise für das Fantasy- Genre interessiert, sollte ganz schnell beginnen Tolkiens Werke zu studieren. Eine Möglichkeit ist das "Leseprojekt" im Forum von www.elendil.de. Dort könnt Ihr mit Gleichgesinnten Kapitel für Kapitel in die Welt Mittelerde eintauchen und diskutieren.
Der Ringkrieg, der finale Kampf gegen Sauron, nimmt in der Gesamtchronik nur einen kleinen Platz ein. "Der Herr der Ringe" konzentiert sich auf die Ereignisse dieses Krieges, verweist jedoch immer wieder auf die Geschichte von Mittelerde.



Mittelerde

