Während die "Pre-Production" für den Hobbit angelaufen ist, Regisseur und die ersten Darsteller gennant sind, bleibt die wichtige Frage nach dem Drehort des Films weiterhin offen. Obwohl es lange Zeit so aussah, als ob Neuseeland auch für den Hobbit gesetzt ist, hat sich in den letzten Wochen eine emotional geführte Diskussion zu dem Thema entwickelt.
Das ganze wurde ausgelöst, durch einen Konflikt zwischen Regisseur Peter Jackson und der australische Schauspielergewerkschaft Media, Entertainment and Arts Alliance (MEAA). Diese drohte den Film zu boykottieren, falls nichtorganisierte Darsteller engagiert werden. Daraufhin prüfte Jackson die Möglichkeit, das gesamte Projekt aus Neuseeland abzuziehen.
Die Produktion von "Der Herr der Ringe" war für das Land äußerst wichtig, denn damit konnte sich Neuseeland als internationaler Drehort für große Blockbuster etablieren. Eine Abkehr der Macher der mehrfach ausgezeichneten Filmtrilogie von der Insel, könnte eine unerwünschte Signalwirkung für andere Produzenten bedeuten, und wäre ein herber Rückschlag für die ansässige Filmindustrie.
Darüber hinaus ist Neuseeland für viele Tolkienfans zu Mittelerde geworden. Touristik und Infrastruktur profitieren von den vielen Reisenden, die jedes Jahr den weit entfernten Inselstaat im südlichen Pazifik erreichen um auf den Spuren der Gefährten zu wandeln. Der angedrohte Abzug könnte daher einen milliardenschweren Verlust für die Gesamtwirtschaft des Landes nach sich ziehen.
Deshalb hat sich der Premierminister John Key persönlich in die Verhandlungen mit den Verantwortlichen von Warner Brothers eingeschaltet. Die Regierung ist zwar bereit die Produktion durch finanzielle Anreize in Neuseeland zu halten, wird sich jedoch nicht auf einen Wettkampf mit anderen Ländern einlassen.
Ein wichtiges Meeting auf hoher Ebene, begleitet durch friedliche Demonstrationen von zahlreichen Hobbitfans, ging heute ohne konkretes Ergebnis zu Ende. Premierminister Key erwartet eine endgültige Entscheidung bis zum Ende der Woche.





