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Timo Bader [2004]

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Im Oktober 2004 führte Michael Borlik ein Gespräch mit Timo Bader. Der junge Autor wurde bereits mit 17 Jahren entdeckt und seine Geschichte mit dem Titel "Im Schatten der Sonne" in der "Wolfgang Hohlbein Fantasie Selection 2001" des Weitbrecht-Verlags veröffentlicht. Beim Buchmesse Convent 2003 feierte das Erstlingswerk des damals erst 20-Jährigen mit dem Titel "Die CELLAR-Trilogie Band 1 - Der Gyt" Premiere.

Michael Borlik: Lieber Timo, würdest du unseren Lesern etwas über dich erzählen.

Timo Bader: Ich komme aus dem kleinen, ländlichen Dörfchen Lindach in der Nähe von Stuttgart, von dem oftmals behauptet wird, es gäbe dort mehr Kühe als Einwohner. Dieses „üble“ Gerücht kann ich heute endlich aus der Welt schaffen: Es ist definitiv nicht so! ;-)

Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Schwäbisch Gmünd habe ich ein Jahr lang als Zivildienstleistender an einer Schule für Hörgeschädigte gearbeitet. Im Oktober 2004 beginnt mein Germanistik/Anglistik-Studium an der Universität Stuttgart.

Michael Borlik: Was bedeutet dir deine Arbeit als Autor und wie bist du zum Schreiben gekommen?

Timo Bader: Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der schon immer viel gelesen und geschrieben wurde. Meine Mutter ist Kindergarten-Erzieherin, also eine richtige „Erzähltante“ und Lesebegeisterte, und mein Vater ist Schriftführer eines lokalen Vereins.

Seit der Grundschule schreibe ich selbst. Nicht nur seitenweise einzelne Buchstaben, sondern ganze Geschichten! ;-))

Über die Jahre (so viele sind es ja noch nicht… *g*) ist die Schreiberei zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Heute schreibe ich Kurzgeschichten & Erzählungen in den verschiedensten Genres und habe das große Glück, dass ich auch schon einige meiner Werke veröffentlichen durfte.

Ein Leben ohne Schreiben, beziehungsweise „kreatives Schaffen“ (wie ich es gerne nenne), kann ich mir eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Es ist für mich eine Möglichkeit um abzuschalten, meine Gedanken zu sortieren und ein wenig Abstand zum Alltag zu bekommen.

Des Weiteren ist es natürlich auch eine Art Portal zu einer anderen, fantastischen Welt, in der ich meine Träume quasi im Wachzustand erleben und mit anderen teilen kann.

Michael Borlik: Was fasziniert dich gerade am Phantastik-Genre?

Timo Bader: Dass es im Grunde keine Grenzen gibt! Regeln und Gesetze, die in der Wirklichkeit unmittelbare Geltung haben, können bei der Phantastik mit der Leichtigkeit eines Fingerschnipsens außer Kraft gesetzt werden.

Michael Borlik: Gibt es Vorbilder, die dich in deinem Schreiben beeinflusst haben?

Timo Bader: Selbstverständlich gibt es die! Hier muss ich erst einmal meine beiden großen Idole Stephen King und Wolfgang Hohlbein nennen, deren Erzählungen mich schon seit Jahren fesseln und inspirieren.

Unterschwellig lasse ich mich aber nicht nur von anderen Autoren beeinflussen, sondern auch von Filmen, Computerspielen und vielem mehr.

Michael Borlik: Gerade ist der dritte Band deiner Cellar-Krieger Trilogie im Go Verlag erschienen. Würdest du uns ein wenig darüber erzählen?

Timo Bader: Der CELLAR ist ein geheimnisvolles Labyrinth unter der Erde, Jahrhunderte alt und vor den Augen der Menschheit verborgen. Dort tobt ein erbitterter Krieg zwischen den Geschöpfen des CELLARS und den Kreaturen des SHAITANS. Die CELLAR-Krieger sind die Hüter des CELLARS und verteidigen diesen vor den intriganten Angriffen des SHAITANS.

Band 3 ist das große Finale der Trilogie. Mein primäres Ziel war es folglich, all die vielen kleinen Puzzleteile, die ich in den beiden ersten CELLAR-Romanen gestreut habe, zu einem lückenlosen Bild zusammenzufügen und somit alle Geheimnisse zu lüften.

Naja, fast alle… ;-))

„Die Heimkehr“ spielt drei Jahre nach dem Firan Konflikt (Die CELLAR-Trilogie Band 2). Daniel, der Protagonist, wird von Alpträumen heimgesucht, in denen ihm ein flammender Löwenkopf begegnet. Zur selben Zeit stehlen zwei Einbrecher den mystischen Todesdolch aus seiner Wohnung.

Als Daniel versucht herauszufinden, ob es eine Parallele zwischen den beiden Ereignissen gibt, begegnet er dem rätselhaften Marlik, der behauptet der CELLAR wäre ein gigantisches Raumschiff. Darüber hinaus erfährt Daniel, dass es außer seinem eigenen Todesdolch noch DREI weitere Exemplare gibt, die er finden und im „Heiligen Schrein“ vereinen muss, um den SHAITAN für immer zu besiegen.

Aber das ist erst der Anfang einer spannenden Odyssee…

Michael Borlik: Die Geschichte um die Cellar-Krieger ist ja sehr gut bei den Lesern angekommen. Endet sie wirklich mit dem dritten Buch? Oder spukt in deinem Kopf vielleicht die Idee, die Geschichte doch noch weiter auszubauen?

Timo Bader: Ich habe einmal gesagt, dass ich grundsätzlich für jedes meiner Bücher eine Fortsetzung schreiben könnte und es eigentlich auch möchte. Mit der Zeit wachsen einem die Figuren ans Herz und man möchte mehr mit ihnen erleben und sehen, wie sie sich weiter entwickeln und reagieren, wenn sie auf neue, interessante Figuren treffen.

Bei der CELLAR-Trilogie gibt es sogar schon einige konkrete Ideen zu einer zweiten Trilogie, die ich unmittelbar nach der Fertigstellung von CELLAR3 niedergeschrieben habe. Dieses Konzept lauert jetzt erst einmal in meiner symbolischen „Schreibtischschublade“, d.h. in den unergründlichen Tiefen meiner Festplatte und wartet dort darauf, dass ich irgendwann einmal unachtsam bin und durch Zufall auf die entsprechende Datei klicke.

Bis es jedoch soweit ich, möchte ich mich gerne erst noch mit einigen anderen Projekten beschäftigen. *g*

Michael Borlik: Eine andere Buchreihe, an der du gerade schreibst, ist Drimaxid. Es handelt sich dabei um Science-Fiction. Was kannst du uns darüber erzählen? Wird es ebenfalls eine Trilogie?

Timo Bader: DRIMAXID ist eine Idee, die ich zusammen mit Udo Mörsch (Go-Verlag) entwickelt habe und die in der Grundplanung auf 5 Bände ausgelegt ist, aber (je nachdem, wie groß das Leserinteresse ist) nahezu beliebig fortgesetzt werden kann.

DRIMAXID beginnt dort, wo die meisten Geschichten enden: Mit dem apokalyptischen Krieg zwischen Gut und Böse, in der Geschichte dargestellt durch die Armee der United Planets und das Heer der schwarzen Scherenschnittmänner. Das Böse triumphiert und nur wenigen Soldaten gelingt die Flucht mit einem Raumschiff.

Der Protagonist der Geschichte ist Adam, der im Grunde eine Art „Antiheld“ ist. Er ist voller Zweifel und Angst, und leidet an Schizophrenie. Aus seiner verklärten Sicht werden die Stunden nach der fürchterlichen Niederlage der United Planets berichtet. Jene verbringt Adam in einer vier Mal vier Meter großen Zelle, in der er aus unbekannten Gründen eingesperrt wurde.

Nach einer halben Ewigkeit in der beengten Kammer entkommt Adam dem Schrecken der Isolation und Klaustrophobie, nur um ein noch viel größeres Grauen vorzufinden, denn plötzlich muss er sich fragen, ob diese entsetzliche Endzeitschlacht zwischen Gut und Böse überhaupt jemals stattgefunden hat.

Und dass, wo er sich noch nicht einmal ganz im Klaren darüber ist, wer er selbst wirklich ist…

Michael Borlik: Gibt es schon Pläne für weitere Buchprojekte?

Timo Bader: „DRIMAXID Band 2 – Hypnos Feinde“ erscheint noch in diesem Jahr (2004). 2005 wird die Space-Opera natürlich fortgesetzt.

Weitere Buchprojekte sind geplant und auch schon zum Teil fertig gestellt.

Über die können wir dann in einem zukünftigen Interview sprechen ;-))

Michael Borlik: Gibt es ein Genre, in dem du noch nichts geschrieben hast, in dem du dich aber gerne versuchen würdest? Wenn ja, warum?

Timo Bader: Hm, knifflige Frage, auf die mir spontan keine Antwort einfällt. Ich war in den letzten Jahren sehr experimentierfreudig und habe mich an so ziemlich jedes Genre gewagt, das mir jetzt gerade im Kopf herumspukt.

Lange Zeit habe ich mich vor Science-Fiction-Storys gedrückt, aber dank DRIMAXID und Udo Mörsch bin ich da jetzt voll in der Materie drin. Vor kurzer Zeit habe ich ein Kinderbuch geschrieben, was ebenfalls eine große Herausforderung für mich gewesen ist. Sogar an der lyrischen Dichtung habe ich mich versucht… und festgestellt, dass ich doch eher ein Mann „vieler Worte“ bin. ;-))

Michael Borlik: Welches Buch liest du selbst gerade?

Timo Bader: Nachdem ich vor kurzem „Die Orks“ von Stan Nichols zu Ende gelesen habe, verschlinge ich gerade „Der Dunkle Turm Band 6 – Susannah“ von Stephen King. Die Saga um Roland von Gilead & seine Revolvermänner begleitet mich schon seit vielen Jahren und ich bin gespannt, wie die Geschichte (bald) ausgeht.

Michael Borlik: Lieber Timo, vielen Dank für dieses Interview. Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute für dein Schreiben!

Timo Bader: Kein Problem. *g* Vielen Dank für das Gespräch!

 

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