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Ein Einblick in die "Light-Edition"

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Die www.light-edition.net befasst sich seit vielen Jahren primär mit Science-Fiction und Fantasy-Literatur, wobei der Fokus beim Thema Perry Rhodan liegt. Tolka führte ein Interview mit Werner Höbart, der bei diesem interessanten Projekt die künstlerische Leitung hat.

Tolka: Hallo Werner! Ich danke dir für die Bereitschaft den Elendil Lesern einen Einblick in die Light-Edition zu geben.

Werner: Hallo Tolka! Natürlich freut uns das Interesse von Elendil sehr. Ich danke dir für die Gelegenheit, euren Lesern die Light-Edition etwas näher bringen zu dürfen!

Tolka: Die Light-Edition ist meiner Meinung nach ein sehr großes Projekt. Wann erfolgte der erste Spatenstich und wie sah er aus?

Werner: Das war 1992. Wir planten damals einige Romane und Magazine als Druckpublikationen. Die Internetplattform kam dann erst einige Jahre später. Der „Spatenstich“ passierte so, dass wir oben am Cover unseres ersten Romanes „Light-Edition“ als Reihentitel angeführt haben. Nie hätten wir gedacht, dass dieses Projekt einmal solche Dimensionen annehmen würde. Das „Light“ nimmt Bezug auf die positiven Mächte des Lichtes, die in den Romanen der LE vorkommen. Auch bereits in diesem allerersten Roman „Die Traumkonstante“ von 1992.

Tolka: Regelmäßig erscheint das Magazin "Perry-Rhodan Perspektive" (abgekürzt PRP). Illustratoren und Autoren stellen euch zum Thema PRP ihre Werke ohne Entgelt zur Verfügung. Da stellt sich vermutlich so mancher die Frage, ob die Künstler wahre PR-Fans sind oder ob einfach eine gute Basis zwischen euch besteht?!

Werner: Ich bin mit den Coverzeichnern der Perry Rhodan Serie befreundet, daher die gute Basis. Gerade arbeiten wir an unserem fünfbändigen Gucky-Projekt SPIRIT. Jeder Perry Rhodan Titelbildzeichner der Serie wird dafür ein spezielles Bild liefern. Dass diese Bilder dann auch auf der PR-Perspektive erscheinen, ist eigentlich ein Nebenprodukt, das sich bewährt hat. Denn einige unserer Romane laufen als Fortsetzungsstory in der PRP. Das bietet uns Gelegenheit, die vielen Illustrationen unserer Romane in Farbe bringen zu können. Pro Kapitel/PRP also zumindest ein Farbbild. In Romanform erscheinen die Farbbilder ja im Innenteil leider nur in S/W. Auf dem Farbumschlag eines Romanes haben vorne und hinten jeweils ein Farbbild Platz. Manchmal gibt es auch Farbposter zusätzlich.

Tolka: Wie läuft die Gestaltung des PRP-Magazins ab?

Werner: Eigentlich gebührt da die ganze Ehre unserem Chefredakteur Frank Zeiger. Er sammelt die Rezensionen und Beiträge und bringt sie in das bewährte Layout der PRP. Ich sorge nur für die farbigen Titelbilder und die Backgroundtexte der PR-Titelbildzeichner. Eine Art gemeinsames Tagebuch der PR-Zeichner. Zu jedem Coverbild verrät der jeweilige Zeichner Hintergründe zur Entstehung. Auch Privates und durchaus auch Selbstkritik fließen ein. Die Hauptarbeit leistet aber Frank Zeiger und sein Rezensionsteam.

Tolka: Falls nun jemand in die Perry-Rhodan Perspektive reinlesen will, wo kann er das tun?

Werner: Entweder online in der von Priscilla Standfest bereit gestellte PDF-Ausgabe hier: www.light-edition.net/magazin oder die PRP in Druckform bestellbar bei Achim Havemann, Harlinger Str. 119, D-29456 Hitzacker oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. (Einzelverkauf oder Abo)

Tolka: Bereits am Online-Aufritt kann man gut erkennen, dass die Light-Edition versucht einen breiten Bogen über das Thema Sciene-Fiction zu spannen und über Fantasy, wie man deutlich an der Rubrik Herr der Ringe erkennen kann ;-). Es ist auch wieder eine engere Arbeit mit Gerry Börnsen von Aiona - www.projekt-nebelwelten.de geplant. Welche weiteren Pläne möchtest du mit dem LE-Team verwirklichen?

Werner: Ich sehe die Light-Edition immer als offene Arbeitsplattform, bei der die verschiedensten Unterbereiche ihren Platz finden können. Das Problem ist leider immer die Umsetzung als Druckpublikation oder Weblayout. Material gäbe es genug! Leider fehlt oft die Zeit, um alles online oder als Druckpublikation zur Verfügung zu stellen. Daher konnte mancher Bereich aus dem Archiv nicht mehr in der neuen Web-Version zur Verfügung gestellt werden. (Zu finden online im Bereich „Archiv“ der LE). Derzeit arbeiten vor allem Robin Bretschneider und Priscilla Standfest am Projekt LE. Deren Interessen bilden natürlich Schwerpunkte. Auch im Bereich der interaktiven Spiele wird sich durch die dort aktiven Mitarbeiter hoffentlich bald noch so einiges tun…

Tolka: Es gibt sicherlich viele begnadete "Freizeit" Autoren und Illustratoren, deren Werke vielleicht nur noch auf einen geeigneten Platz zur Veröffentlichung warten. Können auch solche Frauen und Männer bei LE mitwirken oder bevorzugt ihr nur einen bestimmten Stammkreis?

Werner: Wie schon erwähnt, wir sind eine offene Plattform für alle, die irgendwie im Bereich Science Fiction oder Fantasy etwas machen. Besonders deutlich wird das in unserer „Galerie der Phantastik“, die allen Künstlern offen steht. Im Roman- und Magazin-Bereich liegt unser Schwerpunkt bei Fan-Publikationen zur Perry Rhodan Serie. Illustratoren und Autoren sind uns da stets willkommen! In Richtung Fantasy allgemein geht unsere Schwesterpublikation „Future Magic“ (als Link in unserem Magazine-Bereich zu finden) des befreundeten, österreichischen SF-Club „Stardragons“.

Tolka: Was würdest du an Perry-Rhodan ändern wollen, wenn du die Möglichkeit dazu hättest?

Werner: Für mich hat PR den Höhepunkt in der Ära William Voltz vor 20 bis 30 Jahren erlebt. Positive Gesellschaftsutopien und philosophische Kosmos-Evolutionen, die einem erlauben, sich als Teil einer Entwicklung hin zu etwas Bedeutsamen zu fühlen. „Sense of Wonder“ hat man das damals genannt. Ich möchte mit meinen Romanen zumindest Möglichkeiten einer Gesellschaftsutopie aufzeigen, in der soziale Fortschritte und die Emanzipation der Frau eine wichtige Rolle spielen.

Tolka: Wir haben in den ersten Fragen ein guten Einblick in die Light-Edition erhalten und in die Zusammenarbeit mit den Künstlern. Wie jedoch steht es bei dir und dem LE-Team? Perry-Rhodan oder generell Science Fiction muss auf euch einen sehr großen Reiz ausüben, um all diese Arbeit auf euch zu nehmen.

Werner: Für viele Menschen ist Science Fiction auch so etwas wie eine Ersatzreligion. Besonders die spirituellen Philosophien eines Willi Voltz haben mich persönlich beeindruckt. Bei manchen Bereichen der Fantasy stellt sich für mich aber die Frage, ob sie einer aufgeklärten Gesellschaft und sozialem Fortschritt nicht auch entgegen wirken können. Auch wenn ich Fantasy als Konsument gerne mag. Phantasie ist für die Menschen und ihre Zukunft sehr wichtig! Nur mit Phantasie gelingt es, auch manche bestehende Struktur unserer Welt zu hinterfragen…

Tolka: Vielen Dank für das Interview Werner und alles Gute für die Zukunft! Allen Lesern empfehle ich einen Blick auf die Website Light-Edition.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Oktober 2009 um 14:28 Uhr  

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