

Nachdem mit Star Wars: Episode III im Jahre 2005 die Umwandlung von Anakin Skywalker zu Darth Vader eingeleitet wurde und man sogar am Schluss des Filmes einen Blick auf den noch im Bau befindlichen Todessterns haben durfte, fragten sich die Fans, was denn nun eigentlich zwischen Episode III und Episode IV alles passierte. Einige Bücher erzählten diverse Geschehnisse, doch weiß der Fan immer noch nicht genau, was sich alles zugetragen hat.
Dieses Jahr jedoch springt ein Videospiel in die Lücke, um den Star Wars Fans und Videospielbegeisterten eine Geschichte zu präsentieren, die sich den Kinofilmen würdig erweist: The Force Unleashed. Übersetzt bedeutet dies „die Macht entfesselt“ und trifft den Kern des Spieles genau.
Erzählt wird hier nämlich die Geschichte des Sithschülers Starkiller (In der Rohfassung von Episode IV sollte Luke eigentlich so mit Nachnamen heißen.), welcher bei Darth Vader die Fähigkeiten der Dunklen Seite der Macht erlernt, um den Imperator gemeinsam mit seinem Meister zu stürzen. Doch bis dies geschehen kann, muss sich Vaders Schüler einigen Prüfungen stellen, die sein ganzes Können abverlangen...der Jagd von überlebenden Jedi.
Und ab hier übernehmt ihr die Kontrolle. Je nach Version könnt ihr euren Schüler entweder mit dem Xbox 360 Kontroller, dem PS3 Pad sowie der Wii-Mote Steuerung kontrollieren und bewegen. Die Steuerung klappt nach einer Eingewöhnungszeit sehr gut, wobei das einzige Manko die Kameraführung ist, da diese sich nicht mit dem Character konkret mitbewegt und einige Gegner so ausserhalb des Bildschirmes auf euch Feuern. Doch mit einem Knopfdruck richtet sich die Kamera in die Blickrichtung des Charakters aus, womit sich ein wenig über diesen Mangel hinweg sehen lässt.
Ganz wie der Titel verspricht, dürft ihr eure nach und nach im Spiel erlernten Machtfähigkeiten einsetzen, um Teile der Umgebung sowie die Gegner damit zu beharken. So könnt ihr mit eurem Machtgriff Gegner durch die Luft wirbeln, wobei diese Versuchen, sich festzuhalten. Oder ihr sammelt eure Energie für einen konzentrierten Machtschub und fegt die vor euch befindlichen Gegner über den virtuellen Boden. Wer es lieber weniger pompös mag, schlägt mit dem Laserschwert um sich, wobei auch hier diverse Schlagkombinationen zur Verfügung stehen, die ebenfalls im Laufe des Spieles erlernbar sind.

Die Steuerung der Wii funktioniert etwas anders. Mit der Wii-Mote führt ihr Schlagbewegungen aus und euer virtuelles Ego führt seine Klinge in diese Richtung. Mit dem Nuchuc setzt ihr gezielt die Machtfähigkeiten ein. Bewegt ihr also den Nuchuc nach vorne, wird der Machtschub eingesetzt. So verfügt die Version für die Wii als einzige über einen Duellmodus, in der sich zwei Spieler alles um die Ohren werfen können, was die Macht her gibt. Nur die Grafik ist das einzige, was auf der Wii negativ auffällt, aber dem weiteren Geschehen keinerlei Abbruch tut.
Was uns zu der Grafikpracht der PS3 und Xbox 360 bringt. Die Welten und Animationen sind sehr gut umgesetzt, auch die grafischen Effekte der Machtfähigkeiten lassen das Auge größer werden. Sprachlos wird man erst recht, wenn man einem AT-ST (bekannt aus Episode VI) gegenübersteht. Die Größenverhältnisse sind sehr gut gelungen. Der Kampf gegen die imperialen Läufer stellt sich natürlich um einiges Interessanter an, als gegen normale Gegner. Hat man dann den Läufer auf eine bestimmte Gesundheitsschwelle herunter gesenkt, startet ein besonderer Event, in dem ihr „God of War“ ähnlich, die auf dem Bildschirm erscheinenden Tasten drücken müsst, um den großen Brocken in besonderer Manier zu zerlegen. So wird dann entweder der AT-ST mit einem Lichtschwerthieb gespalten oder per Macht zusammengefaltet.
Die Grafik trumpft allerdings erst richtig auf, als die für alle als Topsequenz genannte Szene startet, in der es gilt, per Macht einen Sternenzerstörer vom Himmel zu ziehen und ihn auf die Oberfläche krachen zu lassen. Hier wird die Steuerung ein wenig schwierig und in diversen Foren beschweren sich Spieler, dass sie mehrere Stunden an dieser Sequenz waren, ohne sie zu schaffen, während andere jedoch recht fix den Sternenzerstörer herunter krachen ließen. Der Ablauf ist wie folgt, laut eines Foreneintrages: Die ankommenden Tie-Fighter werden mit Machtblitzen zerstört, wobei ein Blitz für einen Tie ausreicht. Ist diese Welle zerstört, gilt es, den Zerstörer per Macht zu greifen, die Spitze des Zerstöres auf euch zu richten, bis ein grünes Licht auf dem Bildschirm aufleuchtet, um dann den Sternenzerstörer nach unten zu ziehen, bis die nächste Welle der Ties kommt.
Hier gilt es, diese schnell zu zerstören, da sich der Zerstörer in eine neue Position bringt und ihr die Spitze wieder ausrichten müsst. Drei bis vier Versuche sollten allerdings genügen. Das mag fies klingen, ist aber mit einiger Übung schnell überwunden.
Zum Abschluss hin zu sehen, ist das Spiel recht gut gelungen, da man sich doch recht viel Mühe gegeben hat. Die Story ist wunderbar, die Grafik ist sehr gut gelungen und auch einige Originale Synchronstimmen wurden für das Spiel verpflichtet. So zum Beispiel die Stimme des Senators Bail Organa und des Imperators aus Episode III. Leider ist das Spiel recht schnell durchgespielt und mit sieben bis acht Stunden recht kurz. Die Kamera hätte nur ein klein wenig besser sein können und außerdem vermisst man, dass mit dem Lichtschwert nicht alles mögliche beschädigt werden kann, sondern nur bestimmte Dinge.