Wie üblich, wenn ich an "meinem" Editorial feile, steht neben mir eine Tasse frischen heißem Kaffee. Schwarz, mit einer kleinen Prise braunen Zucker. Unvorstellbar diese Zeilen ohne den handverlesenen Bohnen zu schreiben. Nein, keine Sorge! Das wird keine Lobeshymne auf das koffeinhalte Gesöff der Neuzeit. Eher genieße ich, nach vielen Tagen des Regens, endlich wieder die Sonne. Es ist noch früher Vormittag und am Nachmittag werde ich mich in mein Auto setzen um eine Ausstellung über die Renaissance zu besuchen. Die Kommentare von Gästen über die grauenhafte Parkplatzsituation dort schiebe ich mal einfach zur Seite. Ich will einfach genießen, aufregen kann ich mich später immer noch.
Die letzten Tage habe ich damit verbracht, in die schier unendlichen Weiten des Videotheken-Universums einzutauchen. Ich weiß einfach nicht, ob meine Ansprüche für einen guten Film so hoch gestiegen sind oder ob die Filme schlichtweg mieser geworden sind. Clash of the Titans, besser bekannt als "Kampf der Titanen" brachte uns in den 80er Jahren mit der guten alten Stop-Motion Technik eine Flut von leichtem Grusel und Spannung. Bevor mich die werte Leserschaft gleich in eine modrige, dunkle Zelle im nächsten Kerker wünscht. Ja ich weiß. In den 80er Jahren erreichte uns die grauenhafte Botschaft von "Alien". Das sabbernde Untier mit Säure als Blut und großen Hunger auf Menschenfleich lehrte uns das Fürchten. Und dann kommt ein Film daher, in dem Bestien wie Medusa und die Krake als Pseudo-Plastilinfigur über die Leinwand huschen. Erbarmen!!!!! Die beiden Filme darf man einfach nicht vergleichen, bitte bitte nicht. Beides sind Kultfilme und hoffentlich wird nieeee jemand bei "Alien" auf die Idee kommen, ein Remake würde viel Geld an der Kasse machen. Den- oder diejenigen werde ich höchstpersönlich in den Kerker werfen! Versprochen, ehrlich!
Leider konnten wir das Remake von "Clash of the Titans" nicht verhindern und rauskam.... nunja, ein müdes Popcornkino. Selbst die Darsteller wussten wohl um das Endergebnis ihrer Mühen und spielten ohne besondere Motivation. Wie schrieb der Kommentator auf www.outnow.ch so schön? Der Film ist eine reine CGI-Schlacht. Mein Dank gilt daher eher Luc Besson, mit seinem Gangster/Roadmovie "From Paris with Love". Coole Sprüche, ein John Travolta in bester Form und eine nette Story drumherum. So wollen wir das
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Während ich nun so darüber nachdenke, wie das sein sein könnte, wenn wirklich Hamburger vom Himmel fallen (DVD "Wolkig, mit Aussicht auf Fleischbällchen), geht mein Kaffeevorrat empfindlich zu Neige. Zumindest in meiner neben mir stehenden Tasse. Nicht gut, vielleicht sollte ich doch nochmal die Kaffeemaschine anwerfen. Obwohl, lassen wir das. Zuviel von der braunen Brühe soll bekanntlich ja nicht gut sein und ich habe vor, euch noch länger belanglose Editorials zu schreiben.
Eigentlich wollte ich in den Zeilen einen wunderschönen Gruß vom August verpacken, schön garniert mit einem hübschen Schleifchen. Mir schwebt ein knalliges Gelb für das Schleifchen vor. Gelb wie die strahlende Augustsonne, wenn sie sich mal hinter den Wolken hervor wagt. Ach was, jammern ist was für Memmen. Genießen wir, jawohl genießen wir die Tage wie sie kommen. Ob Sonne, ob Regen. Solange uns keine Sturmflut a la "2012" den Tag versaut, gehen wir vor die Haustür, mit einem Lächeln auf den Lippen.
Auf euer Wohl *Kaffeetasse heb*
Tolka






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