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Editorial

September 2011 - Editorial

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Die Tage werden wieder kürzer, die Abende dafür länger. Vorbei die Zeit in der man in der Sonne vor sich her dösen konnte und Vitamin D tankte. Was macht man also mit der „gewonnen“ Zeit?
Warum nicht wieder ein gutes Game durchspielen? Wenn es draußen stürmt und schneit, braucht man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich schon am frühen Nachmittag vor den Computer oder die Konsole setzt. Zahlreiche hochkarätige Spiele warten in den Regalen.

Den Anfang macht das langerwartete „Deus Ex: Human Revolution“. In naher Zukunft können Menschen durch Implantate verbessert werden. Ein gewaltiges Geschäft bei dem viel Geld im Spiel ist. Wer daran verdient und wer in dieser Zukunft das Sagen hat, muss durch den Spieler herausgefunden werden. Um an das Ziel zu kommen, kann der Spieler verschiedene Lösungswege nutzen. Entweder man schießt sich den Weg frei oder gelangt, ähnlich wie in Splinter Cell, auf elegantere Weise an die notwendigen Informationen. Überhaupt handelt es sich nicht um einen wirklichen Shooter im klassischen Sinn, denn vor allem die Handlung und Atmosphäre sollen gefallen. Wer Blade Runner und spannende Science Fiction mag, wird mit dem Spieler sicher auf seine Kosten kommen.

Wer es komplett anders mag, der kann auf Space Marine zurückgreifen. Das Hack’n’Slay Game spielt in Games Workshops bekanntem Universum von Warhammer 40.000. Der Spieler lenkt den Space Marine Titus durch Unmengen von feindlichen Orks. Da Space Marines ihre Stärken gerne im Nahkampf ausspielen, wird das Ganze eine ziemlich blutige Angelegenheit.

Viele Spieler warten jedoch voller Ungeduld auf die Öffnung der Tore zu STAR WARS – The Old Republik. Es wird nicht mehr lange dauern und jeder hat die Möglichkeit ein Jedi zu werden oder auf dem dunklen Pfad zu wandeln. Sehnsüchtig wird jeden Tag das eMail Postfach geprüft, denn wer die Preorder Box sein eigen nennt und sich bereits registriert hat, kann einige Tage vor dem offiziellen Start das Spiel betreten.

Wer lieber ein Buch liest, darf sich auf zahlreiche Neuerscheinungen im Rahmen der Frankfurter Buchmesse freuen. Jedes Jahr erscheint so viel neues Material, dass leicht der Überblick verloren gehen kann. Aber warum nicht das machen, was uns Hollywood vormacht? Warum nicht einfach mal ein paar Klassiker vom Dachboden holen? Robin Hood, die Drei Musketiere oder Abenteuer auf der Schatzinsel haben Generationen von Lesern unterhalten und können es noch immer. Frei nach dem Motto: „Das Original ist immer besser als die Kopie“, sollte versucht werden auch jüngeren Lesern die alten Werke näher zu bringen.

Auch ältere Fantasy Werke lohnen ein weiteres Mal gelesen zu werden. Warum nicht noch einmal Tolkiens Hobbit in die Hände nehmen? Jetzt die Erinnerung auffrischen, bevor das Kopfkino durch Peter Jacksons Interpretation ersetzt wird.

 

Juli 2011 - Editorial

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Die Unvollendeten…


Die meisten von uns lieben auch Filme oder Serien. Am schönsten ist es, wenn eine gute Geschichte spannend verfilmt wird oder in Serie geht. Der größte Ideengeber für Filme und Romane ist nach wie vor die Belletristik. Große Erwartungen haben Literaturfans, wenn ihr Lieblingsroman verfilmt wird. In der Vergangenheit wurden diese Erfahrungen leider selten erfüllt.
Eine mehrteilige Serie bietet die Chance, auch kleinere Details der Story oder Protagonisten auszuleuchten. Die neue HBO Serie „Game of Thrones“ zeigt eindrucksvoll, wie man es richtig macht und setzt sich deutlich von anderen Billigproduktionen der letzten Jahre ab.

Die Kinoverfilmung von „The Lord oft the Rings“ ist sicher für viele weitere Jahre ein Maßstab für alle Filmschaffenden. Und das nicht nur in Hinblick auf das Ergebnis, sondern auch für die Produktion.

New Line Cinema und Peter Jackson nahmen ein großes Risiko in Kauf, als sie die Verfilmung der Trilogie in einem großen Projekt begannen. Dazu gehörte nicht nur ein vollständiges Drehbuch und die Vorstellung wie alles enden soll, sondern auch die langfristige Verpflichtung der Schauspieler. Letztere gehörten nicht durchgehend zur ersten Riege der Hollywoodstars, aber dies hielt die Zuschauer nicht davon ab in die Lichtspielhäuser zu stürmen.

„His Dark Materials“ barg sicher ebenfalls genug Potential um ein fantastisches Kinoerlebnis zu werden. Doch hatten die Kreativen diesmal nicht genug Mut um in die epische Geschichte einzutauchen. Stattdessen wurde viel Geld für bekannte Hauptdarsteller ausgegeben, welche die kurzatmige Handlung mehr oder weniger vorantrieben.
So entstand ein oberflächlicher Familienfilm, der den wahren Kern seiner Vorlage nur erahnen lässt und weit von einem befriedigenden Ende entfernt ist. Nicht umsonst glänzte „Der Goldene Kompass“ nur kurz auf, um danach in der Versenkung zu verschwinden. Vielleicht verschwand er sogar im gleichen Meer, über das „Die Morgenröte“ im letzten Teil der Narnia Reihe segelte. Auch hier ist die Verfilmung der verbliebenden Romane eher fraglich.

Seit kurzem läuft im deutschen TV das Remake der Serie „V“. Lohnt es sich überhaupt reinzuschauen? Ja, wenn man Science Fiction mag und beeindruckende Effekte im Fernsehen sehen möchte. Nein, wenn man keine Lust auf halbfertige Geschichten hat. Wer mag schon  wertvolle Zeit in eine „neue“ Serie zu investieren, die in ihrem Ursprungsland schon längst wieder abgesetzt wurde?
Einen etwas anderen Weg ging die Serie „Babylon 5“. Ohne konkrete Romanvorlage, blieb der Zuschauer nach Einstellung der Serie hilflos zurück. Doch dann wurde der Abschluss der Serie in autorisierter Romanform zu Ende gesponnen.

Welche Lehren kann man daraus ziehen? Autoren, hegt und pflegt Eure Lizenzen und verscherbelt sie nicht an Produzenten, die sich nicht für das Ende der Geschichten interessieren. Es wäre doch zu schade, wenn man die Pullmans, Lewis oder Martins dieser Welt mit unvollendeten Filmen oder Serien in Verbindung bringt.
Den Zuschauern bleibt nichts anderes übrig, als ins Bücherregal zu greifen um das Ende der Geschichten zu erfahren. Und das lohnt sich wirklich.

 

Juni 2011 Editorial

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Entsetzen. Pures, reines Entsetzen strömt durch Mark und Bein.

Nein werte Leserinnen und Leser, wir können sie beruhigen. Bis dato hat noch niemand von den Hollywood Hills beschlossen uns einen zweiten Teil von Eragon oder Skyline anzudrehen. Vielmehr stehen wir vor dem geöffneten Kühlschrank. Die kalte Luft zieht um unsere Beine und der Rest des Körpers zerfließt in der schwülen Atmosphäre der Küche. Die Augen starren auf einen Joghurtbecher. Einsam und verlassen wirkt er so ohne seinen restlichen Joghurtbecher Kumpanen, die längst ihrem Schicksal zugeführt wurden. Mit zittrigen Händen greifen wir nach dem kleinen tapferen Kerl, mit all seinen gesunden Kohlehydraten und pürierten Beeren.

Auch hier können wir sie wieder beruhigen. Der Joghurtbecher wird nicht explodieren und unsere Gesichter mit einer wunderschönen heidelbeerblauen Farbe überziehen. Es ist wohl mehr das Ablaufdatum, dass uns eines schmerzlich bewusst werden lässt. Der Mai ist vorbei. Seit heute, denn heute schreiben wir den 1. Juni 2011. Die Zeit ist reif für ein neues Editorial.

Fragende Blicke, nervöse Gestiken. Was geschieht wohl gerade in der Welt der Spiele, Filme und Bücher? Zu sehr waren die Medien nun voll mit untreuen Ehemännern und ruchlosen Gespielinnen. Der gute alte Captain Jack Sparrow startet seinen vierten Anlauf um die Welt von Jerry Bruckheimer zu retten und die Verfilmung von „Games of Thrones“ übertrifft wohl alle Erwartungen.

Ansonsten bleiben wir und der einsame Joghurt dabei. Es ist Sommer, viel zu warm um mehr als diese paar Zeilen zu schreiben.

In diesem Sinn wünschen wir euch/ihnen einen schönen Sommer!

Das Elendil Team

 

Mai 2011 Editorial

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Auf scheinbar leisen Sohlen schleichen sich die ersten Neuigkeiten aus dem Reich des Hobbits an uns heran. Aber nur scheinbar! Die PR-Welt hat sich innerhalb der letzten 10 Jahre deutlich verändert. Schon vor mehr als 20 Jahren waren Kinomagazine der Renner, Interviews von Schauspielern im TV und Radio gängig, jeder Schnipsel aus Zeitungen wurde sorgsam ausgeschnitten und gleich einer heiligen Reliquie aufbewahrt. Die zaghaften Veränderungen spürten wir schon als "Herr der Ringe - Die Gefährten" oder nur als weiteres Beispiel, "Star Wars - Episode 1" sich aufmachte die Welt zu erobern.

Am Anfang stolperten die künftigen Kinozuseher nur über sparsam gehaltene Artikeln oder TV-Berichte. Bis die ersten Fans im Zeitalter des Internets Informationsportale ins Leben riefen um auch die letzten Unwissenden mit allen Details zu füttern. Die Studiobosse fielen in Anbetracht der Menge an "Backstage" Fotos und Veröffentlichungen von eigentlich geheimen Skripten wohl täglich in Ohnmacht. Mochten sie anfangs noch völlig überfordert gewesen sein, sie haben sich angepasst. Die Medien lernten genau von solchen Fans und sie sind bereit uns (fast) ALLES zu geben was wir wollen. Schließlich klingen nachher auch ordentlich die Münzen im Klingelbeutel.

DVD´s gehen heutzutage kaum mehr ohne Einlicke in den Filmdreh (Features) über die Ladentheke. Die Filmmusik ist schon vor der Kinopremiere käuflich zu erwerben. Und eine ganze Industrie lebt nun davon unsere Hysterie bei jedem neuen Blockbuster ordentlich anzufachen.

George Lucas war, pardon...ist ;), ein schlaues Kerlchen. Seine Marketingstrategie mittels seiner Star Wars Website ging auf. Die Fans hingen wie hungrige kleine Kinder vor den Bildschirmen und lösten universelle Diskussionen über jedes noch so winzige "Behind the Scenes" Foto aus. Onkel George wusste eben, wie man die Leute jahrelang an das eigene Projekt bindet und die Konten zum Bersten bringt. Sei´s ihm gegönnt.

Auch Peter Jackson, unser erschlankter Fantasy-Gott, erkannte die Zeichen der Zeit und nutzte schon zu "Herr der Ringe" das Internet. Nun hat er allerdings einen weiteren Schritt gewagt. Lange bevor wir überhaupt einen Trailer von "Hobbit" erblicken werden, schenkt er uns über 10 Minuten Paradies. Die Welt hält wieder einmal den Atem an.

Locker und spitzbübisch lacht und murmelt er in die Kamera, zeigt uns die Sets von Auenland und Elronds geräumige Hütte. Spielt mit Requisiten und ist sich bewusst, dass in diesem Moment die Macht stark in ihm ist ;).

Ich öffne meinen Internetbrowser und tippe die Adresse einer Community Seite ein. Sofort blinkt mir eine Statusmeldung von Peter Jackson höchstpersönlich entgegen. "A childhood dream fulfilled" Natürlich schreibt er diese Texte nicht selber (vielleicht doch?) oder wartet den Internetauftritt.

Egal, ich klicke darauf und bin schon wieder mittendrin. Mitten in Mittelerde, bei den Elben und Hobbits. Es gibt kein Entrinnen.

Schlaues Kerlchen!

Tolka

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. Mai 2011 um 11:45 Uhr
 

April 2011 Editorial

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Hallo Elendiler!

Über Geschmack lässt sich gut streiten. Das ist ein alter Spruch, aber eigentlich will ich doch nicht darüber streiten, sondern nur genießen was mir gefällt. Das ist alles. Geht es euch da nicht genauso? Gerade wenn es um Kinofilme geht, muss sich glaube ich niemand für seinen Geschmack rechtfertigen.

Kürzlich hat sich der US-amerikanische Regisseur Zack Snyder (300, Watchmen) in einem Interview darüber beschwert, dass die Kritiker die versteckte Ironie in seinem neuen Streifen „Sucker Punsh“ nicht bemerkt haben. Er glaubt sogar, dass US-Amerikaner grundsätzlich kein Verständnis für Ironie haben. Ich sehe ja nun die USA sehr gerne mit kritischen Augen, aber das glaube ich nun wirklich nicht. Außerdem frage ich mich, welche Bedeutung Ironie in einem gewaltverliebten Streifen wie „Sucker Punch“ (soviel lässt sich aus dem Trailer schon erkennen) eigentlich haben kann? Dass Gewalt ganz ganz arg böse ist? Also das wissen wir ja wohl seit wir drei Jahre alt sind. Was kann es also sein? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht und vielleicht muss ich mir den Film ganz ansehen, um darauf eine Antwort zu finden.

Die grundsätzliche Frage bleibt also: Mag ich gewaltverliebte Filme? Das muss ich trotz aller moralischer Bedenken mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Jeder Actionfilm lebt zum größten Teil von Gewaltszenen, etwas anderes zu behaupten würde bedeuten sich selbst zu belügen. Aber ich kann von mir sagen, dass ich nicht jeden Actionfilm mag. Ich mag sie dann nicht, wenn außer Gewalt gar nichts eine Rolle spielt. Hard-Core-Action-Filme treffen eben nicht meinen Geschmack. Und ich fürchte „Sucker Punch“ ist so ein Streifen. Ich sehe allerdings auch keinen Grund, warum ich Leute verurteilen sollte, die diesen Film mögen.

Sicher haben Gewaltfilme psychisch labile Charaktere in Ausnahmefällen zu Gewalttaten inspiriert. Aber diese Menschen waren ohnehin gefährlich. Wenn es nicht ein Film gewesen wäre, hätte etwas anderes ihre Taten ausgelöst. Dieses Problem muss auf eine andere Art gelöst werden, aber das gehört nicht hierher. Die überwältigende Mehrheit der Menschheit ist in der Lage zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Also dürfen wir uns auch Gewaltfilme ansehen und es bleibt eine Frage des Geschmacks. Oder?

 


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